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Am meisten Mittel im Bereich Hochbauten erfordern der Umbau und die Erweiterung des Operationstraktes, der Intensivstation sowie der Zentralsterilisation des Kantonsspitals Münsterlingen. Das Projekt «3i» – Infrastruktur für die Integrierte Intensivbehandlung – sieht einen Neubau als Ersatz für den 1972 in Betrieb genommenen und seither nur punktuell renovierten Operationstrakt vor. Mit den neuen Räumlichkeiten und den entsprechenden technischen Einrichtungen werden beste Voraussetzungen für einen effizienten Operationsbetrieb geschaffen. Direkt unter dem neuen OP-Geschoss wird die hoch technisierte Intensivstation eingerichtet. Ein neuer Eingangsbereich für die medizinischen Ambulatorien der Abteilungen Chirurgie, Orthopädie und Anästhesie garantiert möglichst kurze Wege. Die Zentralsterilisation im Untergeschoss schliesslich wird neu die ganze Spital Thurgau AG mit Sterilgut versorgen. Für das Projekt «3i» sind insgesamt Kosten von 79,25 Mio. Franken veranschlagt. Davon übernimmt die Spital Thurgau AG 56,55 Mio. Franken. Auf den Kanton Thurgau entfallen somit 22,7 Mio. Franken. Der Baubeginn soll im Frühling / Sommer 2012 erfolgen, der Neubau soll im Herbst 2014 betriebsbereit sein und die Sanierungsarbeiten sollen im Frühling 2016 abgeschlossen werden.
 
Die Gebäude des ehemaligen Lehrerseminars in Kreuzlingen sind ein wesentlicher Teil des Campus für die Thurgauer Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Die im Jahr 1972 fertig gestellten sogenannten «Guyerbauten» liegen unmittelbar nördlich des früheren Klosterkomplexes und beherbergen heute zu einem grossen Teil die Räume der Pädagogischen Maturitätsschule. Nach 40 Jahren Nutzung müssen die Bauten einer Gesamtsanierung unterzogen werden. Insbesondere ist die Haustechnik komplett zu erneuern. Zudem müssen die aktuellen Anforderungen bezüglich Brandschutz, Sicherheit und Behindertentauglichkeit erfüllt werden. Nach der Sanierung, bei der möglichst wenig in die Substanz eingegriffen wird, sollen die Gebäude bezüglich Energieeffizienz den Minergiestandard einhalten. Um teure Provisorien zu vermeiden, werden die Arbeiten auf mindestens sechs Jahre verteilt und jeweils in der Zeit der Semesterferien im Sommer ausgeführt. Insgesamt ist mit Ausgaben in der Höhe von 17,9 Mio. Franken zu rechnen. 2017 soll die Sanierung abgeschlossen sein.
 
Das dritte Bauvorhaben betrifft den Neubau eines Kompetenzzentrums Beratung beim Bildungs- und Beratungszentrum (BBZ) Arenenberg. In der Beratung und Fachausbildung sind derzeit am BBZ Arenenberg 32 Personen in sechs verschiedenen Gebäuden, verteilt auf drei Gemeinden, tätig. Mit dem Neubau des Kompetenzzentrums Beratung können alle Arbeitsplätze in einem Gebäude mit optimaler Infrastruktur zusammengefasst werden. Der Neubau auf dem Gelände des BBZ Arenenberg wird den bestehenden Gebäudekomplex gegen Osten abschliessen. Das Fachstellenhaus wird rückgebaut. Bereits im Projektwettbewerb wurde als Ziel ein innovativer und zukunftsweisender Holzbau genannt. Das ausgewählte Projekt eines Frauenfelder Architekturbüros erfüllt die Vorgaben in idealer Weise: Es soll ein markanter Holzbau im Minergie-P-Standard realisiert werden. Die Kosten für den Bau des Kompetenzzentrums sind auf insgesamt 5,2 Mio. Franken veranschlagt. Der Baubeginn ist im Sommer 2012, der Bezug des Neubaus ist für Herbst 2013 vorgesehen.


Kurt Peter