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... Als einer der Einsprecher bezieht Jakob Strasser eine klare Position: «Dass der Kamin, auch wenn in redimensionierter Form, wieder im Gestaltungsplan vorhanden ist, deutet auf eine Kapitulation der Gemeinde vor der Grundstückeigentümerin hin». Der Kamin sei im alten Gestaltungsplan nicht mehr drin gewesen, ein Abbruch versprochen worden, so Strasser, und er mache auch in verkürzter Höhe keinen Sinn. Deshalb handle es sich für ihn auch nicht um einen Kompromiss, sondern um einen Kniefall.
Die Entsorgung der Altlasten würden zweifellos sehr teuer und viele im Dorf befürchteten, dass die Kosten an der Gemeinde hängen bleiben könnten. Undurchsichtig sei für ihn auch der im Gestaltungsplan genannte Fonds, der zur Finanzierung des Abbruchs oder des Kamin-Unterhalts durch die Grundstückbesitzer eingerichtet werden müsse. Es gebe keine Berechnung über Abbruchkosten und so auch keine Aussage über die nötige Summe im Fonds.
Wertvoller Zeitzeuge
Als Eigentümerin des Areals sei die Thurgovia Immobilien AG der Meinung, dass es sich beim Kamin um einen Zeitzeugen von grossem Wert handle, erklärt Urs Aegerter als deren Vertreter. Zudem biete der Kamin eine spannende architektonische Aufgabe bei der Verbindung alt und neu. Dass die Investoren am Kamin festhalten wollten sei seit 2007 kommuniziert worden. Die Befürchtungen, dass die Gemeinde bei allfälligen Entsorgungskosten zur Kasse gebeten würden, seien unbegründet, da diese nach Gesetz von den Eigentümern bezahlt werden müssten.
Aegerter gab zu bedenken, dass bis auf den Kamin das gesamte ehemalige Furnierwerk aus eigenen Mitteln zurückgebaut worden sei. Davon habe die Gemeinde profitiert. «Billiger und einfacher wäre es, den Kamin abzureissen, es entspricht aber nicht den Plänen der Investoren». Ausserdem seien die Altlasten überschaubar, wie ein Bericht des kantonalen Amtes für Umwelt festhalte. Heilig sei der Kamin aber nicht. Sollten die Einspracheverhandlungen zeigen, dass die Anlage ein unüberwindbares Hindernis auf dem Weg zur Überbauung sei, müsse darüber geredet werden.
Kurt Peter
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